NINO-Wirtschaftspark

Der NINO-Wirtschaftspark befindet sich in Nordhorn und entstand ab 2008, als das Werksgelände der NINO AG nach dem Konkurs der einstigen Weltfirma und Jahren des Leerstands und drohenden Verfalls einer neuen Nutzung als „überregionales Kompetenzzentrum und Netzwerk für die Wirtschaft“ zugeführt wurde.

Im Rahmen des Neuordnungskonzeptes entstand im östlichen Geländeteil das Wirtschaftskompetenzzentrum um den Spinnereihochbau. Der westliche Teil des Geländes wurde in zwei Abschnitte unterteilt: zum einen der Bereich um das ehemalige Rohgewebelager, das inzwischen von der Volkshochschule genutzt wird und um einen Komplex erweitert wurde, der das Evangelische Gymnasium beherbergt, an den sich ein Sportgelände anschließt, zum anderen das Verwaltungsgebäude mit Ballenlager und Kriegerdenkmal. Trotz des langen Leerstands blieben insbesondere die architekturtypischen Details der Außenansichten aller vier verbliebenen Gebäude erhalten und wurden durch aufwändige Renovierung konserviert. Im Inneren wurden die Gebäude durch Kernsanierung und Umbau auf ihre neue Nutzung vorbereitet.

Auf die ursprünglich vorgesehene Entwicklung von Wohnbauflächen auf dem Gelände wurde mangels Investoren, aber auch zugunsten eines vergrößerten Gymnasiums und großzügiger Freiflächen, verzichtet. Der Rest des ehemaligen Werksgeländes wurde als Wirtschaftspark nutzbar gemacht, der neben den erhalten gebliebenen und allesamt unter Denkmalschutz gestellten Werksgebäuden über gut sechs Hektar frei parzellierbare Grundstücke verfügte, die für eine gewerbliche Mischnutzung zur Verfügung gestellt wurden; mittelständische Unternehmen, Kleingewerbe, Dienstleister und Service-Betriebe aus den Bereichen Wirtschaft, Technologie und Bildung nutzen zu attraktiven Konditionen die innenstadtnahen Flächen. Die ursprüngliche Planung war von einem Projektabschluss bis 2003 ausgegangen. Doch das Konzept ließ sich indes in dieser Form nur stückweise verwirklichen; insbesondere hatten die Verantwortlichen das Interesse zahlungskräftiger Investoren überschätzt und den Umfang der erforderlichen Bodensanierung unterschätzt.