Nasiräer
Ein Nasiräer (von hebräisch נָזִיר nasir zur Wurzel נזר ‚aussondern‘, ‚weihen‘, ‚geloben‘, etwa mit „Asket“ zu übersetzen) ist im Judentum ein Mensch, der Gott gegenüber freiwillig einen besonderen Eid leistet. Das Leben unter diesem Eid wird als Nasiräat bezeichnet. Ursprünglich bestand es wahrscheinlich auf Dauer. In nachexilischer Zeit konnten sich sowohl Männer als auch Frauen durch ein Gelübde zu einem zeitweisen Nasiräat verpflichten.
- ↑ Frants Buhl (Hrsg.): Wilhelm Gesenius’ hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament. 17. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 1921, S. 495.
- 1 2 3 Ludwig Schmidt: Nasiräer. In: Michaela Bauks, Michael Pietsch, Stefan Alkier (Hrsg.): Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart März 2009.