National befreite Zone

Der Ausdruck „national befreite Zone“ beschreibt als Selbstbezeichnung eine Strategie des deutschen Rechtsextremismus. Medien, zivilgesellschaftliche Initiativen und Wissenschaftler sprechen von rechten „No-go-Areas“ oder „Angstzonen“. Die „national befreite Zone“ gilt als eines der bedeutendsten rechtsextremen Strategiekonzepte der letzten Jahre. Burkhard Schröder beschreibt das Konzept wie folgt:

„Eine ‚befreite Zone‘ ist kein fest umrissener und geografisch definierter Ort, sondern beschreibt ein bestimmtes Milieu, ein Netz von Verhaltensmustern, das Einstellungen und Ideen nur innerhalb bestimmter Grenzen als ‚normal‘ vorschreibt. Ziel sei es, die normale Alltagskultur und ihre moralischen Normen mit weltanschaulichen Versatzstücken zu infiltrieren […].“

  1. National befreite Zonen – Netz gegen Nazis. In: netz-gegen-nazis.de. Abgerufen am 12. März 2016.
  2. »National Befreite Zonen« – Vom Konzept zum Schlagwort – Antifa Infoblatt. In: antifainfoblatt.de. 13. Juni 2001, abgerufen am 12. März 2016.
  3. Burkhard Schröder: Im Griff der rechten Szene. Ostdeutsche Städte in Angst. 1997, S. 158.