Neri Maria Corsini

Neri Maria Corsini (* 19. Mai 1685 in Florenz; † 6. Dezember 1770 in Rom) war ein italienischer Adliger, Geistlicher und Kardinal der Römischen Kirche und ein bedeutender Kunstmäzen. Der Spross einer alten Florentiner Familie begann er seine Karriere im Dienste der Großherzöge der Toskana und verbrachte viel Zeit an den europäischen Höfen. Nach seinem Umzug nach Rom im Jahr 1726 lebte er bei seinem Onkel, Kardinal Lorenzo Corsini, der 1730 zum Papst gewählt wurde und den Namen Clemens XII. annahm. Sein Onkel ernannte ihn zum Kardinal. Als der Papst teilweise handlungsunfähig wurde, übernahm Neri Maria eine Schlüsselrolle in der päpstlichen Regentschaft von Clemens XII. Er befasste sich mit der Politik und Diplomatie des Heiligen Stuhls sowie mit großen Bauprojekten in Rom. Er ergriff Maßnahmen zum Schutz und zur Verbesserung des kulturellen Erbes, indem er beispielsweise 1734 die Kapitolinischen Museen für die Öffentlichkeit öffnete.