Neugeborenengelbsucht
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| P58.- | Neugeborenenikterus durch sonstige gesteigerte Hämolyse |
| P59.- | Neugeborenenikterus durch sonstige und nicht näher bezeichnete Ursachen |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| KA87 | Hyperbilirubinämie beim Neugeborenen |
| KA87.0 | Hyperbilirubinämie beim Neugeborenen durch Verschlucken mütterlichen Bluts |
| KA87.1 | Hyperbilirubinämie durch enzymatischen Defekt beim Bilirubinabbau |
| KA87.2 | Hyperbilirubinämie durch Muttermilch-Inhibitor der Bilirubinkonjugation |
| KA87.3 | Hyperbilirubinämie beim Neugeborenen durch ausschließlich parenterale Ernährung |
| KA87.4 | Hyperbilirubinämie beim Neugeborenen durch Arzneimittel oder Toxine, die von der Mutter übertragen wurden |
| KA87.5 | Hyperbilirubinämie beim Neugeborenen durch Arzneimittel oder Toxine, die dem Neugeborenen verabreicht wurden |
| KA87.6 | Hyperbilirubinämie durch sonstige und nicht näher bezeichnete Leberzellschädigung |
| KA87.Y | Sonstige näher bezeichnete Hyperbilirubinämie beim Neugeborenen |
| KA87.Z | Hyperbilirubinämie beim Neugeborenen, nicht näher bezeichnet |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Der Begriff Neugeborenengelbsucht (Neugeborenenikterus, Hyperbilirubinämie beim Neugeborenen, Gelbsucht der Neugeborenen; lat. Icterus neonatorum) beschreibt das Phänomen der Gelbfärbung von Haut, Skleren und anderen Geweben durch Einlagerung von Bilirubin, einem Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin.
Etwa 60 % aller reifen gesunden Neugeborenen entwickeln in den ersten Lebenstagen eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Gelbsucht (Ikterus), die jedoch in den meisten Fällen physiologisch und vollkommen harmlos ist. Die Einlagerung erreicht in der Regel etwa am fünften Lebenstag ihr Maximum und sinkt dann allmählich ab.
Die Bilirubinkonzentration kann jedoch so stark ansteigen, dass Bilirubin über die Blut-Hirn-Schranke in das Gehirn eintritt und hier besonders empfindliche Strukturen dauerhaft schädigt. Man spricht dann von einem Kernikterus. Um dies zu vermeiden, werden Neugeborene mit stark erhöhten Bilirubinwerten vorbeugend mit einer Lichttherapie (Phototherapie) mit kurzwelligem Licht des sichtbaren Spektrums behandelt.