Notmünze
Notmünzen sind Münzprägungen, die in Notzeiten von den münzberechtigten Stellen oder bei Mangel von Umlaufmünzen selbst von sonst nicht münzberechtigten Städten oder Privatpersonen ausgegeben worden sind. Notmünzen sind eine Form des Notgeldes.
Berühmte Beispiele sind die „Görtzschen Notdaler“ des schwedischen Königs Karl XII. aus Kupfer und die 1915 u. a. aus Patronenhülsen hergestellten Münzen aus Tabora, der größten Eingeborenensiedlung in Deutsch-Ostafrika.
Bekannt sind auch die Andreas-Hofer-Kreuzer, die als Notmünzen geprägt wurden um den dringenden Geldbedarf während des Tiroler Freiheitskampfes im Jahr 1809 decken zu können oder die Bonner Notmünzen von 1583, die bei der Belagerung von Bonn geschlagen wurden.