Nucleus (Neuroanatomie)

Als Nucleus (lateinisch nucleus ‚Kern‘) oder Kern wird in der Neuroanatomie eine Ansammlung von Nervenzellkörpern (Perikaryen) innerhalb des zentralen Nervensystems bezeichnet. Die Nuclei sind im Gehirn tief innerhalb beider Hemisphären und dem Hirnstamm lokalisiert und bilden im Rückenmark die Kernsäulen (Columnae) und in ihrer Gesamtheit die charakteristische Schmetterlings-Form der grauen Substanz des Rückenmarks.

Ansammlungen von Nervenzellkörpern im peripheren Nervensystem bezeichnet man als Ganglien. Historisch bedingt wird auch für bestimmte subkortikale Kerne im Gehirn der Ausdruck Ganglion verwendet (z. B. Basalganglien), auch wenn diese Begriffe im engeren Sinn Fehlbezeichnungen sind.

  1. Nucleus. Abgerufen am 9. April 2024. im Lexikon der Neurowissenschaften auf spektrum.de; abgerufen am 8. April 2024.
  2. Hal Blumenfeld: Neuroanatomy through clinical cases. 2nd edition Auflage. Sinauer Associates, Inc. Publishers, Sunderland MA 2018, ISBN 978-0-87893-613-7.
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  4. Muthu Kuzhali Ganapathy, Vamsi Reddy, Prasanna Tadi: Neuroanatomy, Spinal Cord Morphology. In: StatPearls. StatPearls Publishing, Treasure Island FL 2024, PMID 31424790 (nih.gov [abgerufen am 1. März 2024]).
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  6. Levent Sarikcioglu, Ummuhan Altun, Bikem Suzen, Nurettin Oguz: The evolution of the terminology of the basal ganglia, or are they nuclei? In: Journal of the History of the Neurosciences. Band 17, Nr. 2, 2008, ISSN 1744-5213, S. 226–229, doi:10.1080/09647040701236586, PMID 18421638.