Nuklearer Sicherheitsgipfel
Als Nuklearer Sicherheitsgipfel (englisch Nuclear Security Summit), auch Atomgipfel, werden internationale Konferenzen bezeichnet, die von 2010 bis 2016 alle zwei Jahre stattfanden. Ziel war es hierbei, die weltweite Weiterverbreitung Kernmaterial besser zu kontrollieren, um insbesondere der Gefahr von „Nuklearterrorismus“ vorzubeugen.
Das Problem der Gefahr eines atomaren Terrorismus besteht spätestens seit dem Zerfall der Sowjetunion und steht insbesondere im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September (vgl. auch die „Bush-Doktrin“). Insgesamt stellen Kernwaffen seit ihrer Existenz ein Sicherheitsproblem dar. Daher besteht ein Fokus auf der Nichtverbreitung durch Geheimhaltung und Safeguards. Letztere werden seit 1968 durch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) für den Atomwaffensperrvertrag ausgeführt.
Das Hauptaugenmerk des Nuklearen Sicherheitsgipfel war dabei international vor allem auf die Bestände an waffenfähigem Plutonium gerichtet.
- ↑ Louis René Beres: Terrorism and Global Security: The Nuclear Threat (= Westview special studies in national and international terrorism). 2. ed., completely rev. and updated. Westview Press, Boulder, Colo. 1987, ISBN 978-0-8133-0411-3 (englisch, archive.org [abgerufen am 16. Oktober 2025]).
- ↑ Nuclear Terrorism. RAND, abgerufen am 16. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Brian Michael Jenkins: Nuclear Terrorism, the Last 40 Years: What Has and Has Not Happened. In: The Nuclear Terrorism Threat: How Real Is It? Two Views by Brian Michael Jenkins and John Lauder / Henry D. Sokolski (Arlington). 28. Oktober 2016 (englisch, rand.org [abgerufen am 16. Oktober 2025]).
- ↑ Marlies Uken: Atomgipfel: Wohin mit dem ganzen Plutonium? In: Die Zeit. 25. März 2014, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 16. Oktober 2025]).