Oderwitz

Wappen Deutschlandkarte
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Basisdaten
Koordinaten: 50° 58′ N, 14° 43′ O
Bundesland:Sachsen
Landkreis: Görlitz
Höhe: 300 m ü. NHN
Fläche: 35,91 km²
Einwohner: 4667 (31. Dez. 2024)
Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km²
Postleitzahl: 02791
Vorwahl: 035842
Kfz-Kennzeichen: GR, LÖB, NOL, NY, WSW, ZI
Gemeindeschlüssel: 14 6 26 390
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Straße der Republik 54
02791 Oderwitz
Website: www.oderwitz.de
Bürgermeister: Cornelius Stempel (parteilos)
Lage der Gemeinde Oderwitz im Landkreis Görlitz

Oderwitz (obersorbisch Wódrjeńca, oberlausitzisch: Uderwitz) ist eine sächsische Gemeinde im Landkreis Görlitz in der Oberlausitz. Sie befindet sich im Südosten des Freistaates Sachsen, unweit der Grenzen zu Tschechien und Polen. Die Gemeinde entstand 1999 durch die Fusion der Orte Oberoderwitz und Niederoderwitz, die seine Ortsteile bilden. In der historischen Dreiteilung des Ortes unterschied man auch Mitteloderwitz. Mit knapp 5000 Einwohnern ist Oderwitz eine der größeren nichtstädtischen Gemeinden des Landkreises.

Oderwitz geht auf eine slawische Siedlung namens Wudrijecz zurück und wurde urkundlich erstmals 1324 als Odrowitz erwähnt. Bis ins 18. Jahrhundert war die Gemeinde durch Landwirtschaft und die grundherrschaftliche Trennung in sieben Anteile geprägt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort mit vielen Webereien zu einer Industriegemeinde. Ab 1960 erlebte die Gemeinde ihre wirtschaftliche Blütezeit, es wurden große Mengen Damastwaren produziert und exportiert. Nach der Wiedervereinigung verlor Oderwitz seine Bedeutung als Textilzentrum.

In neuerer Zeit wurde der Ort durch seine drei Bockwindmühlen und das Meteorologiezentrum Wetterkabinett „Zittauer Gebirge“ als Windmühlen- und Wetterdorf bekannt. Ein weiteres touristisches Ziel ist die Sommerrodelbahn am Hang des Oderwitzer Spitzberges.


Panorama von Oderwitz, aufgenommen auf dem Spitzberg, ganz links vorn der Stumpfeberg, dahinter der Kottmar, links und in der Mitte Oberoderwitz, rechts hinten der Sonnenhübel, ganz rechts Niederoderwitz
  1. Bevölkerung der Gemeinden Sachsens am 31. Dezember 2024 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 15. Mai 2022 (Gebietsstand 01.01.2024). Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, abgerufen am 4. Juli 2025. (Hilfe dazu).
  2. Angelika Dornich: Aus Textilhochburg wird Mühlendorf. (PDF) In: Sächsische Zeitung. 22. Juli 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 10. September 2010.