Operation Ichi-gō

Operation Ichi-gō
Teil von: Zweiter Japanisch-Chinesischer Krieg

Japanischer Angriffsplan für Operation Ichi-gō.
Datum 19. April bis 11. Dezember 1944
Ort Chinesische Republik
Ausgang Japanischer Sieg
Territoriale Änderungen Guangxi und weite Teile Süd-Chinas fallen an Japan
Konfliktparteien

Japanisches Kaiserreich Japan

China Republik 1928 China
Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten

Befehlshaber

Hata Shunroku
Okamura Yasuji
Sugiyama Hajime

Tang Enbo
Xue Yue
Vereinigte Staaten 48 Claire Lee Chennault (USAAF)

Truppenstärke

etwa 400.000 Soldaten der China-Expeditionsarmee
800 Panzer
670 Flugzeuge der Kaiserlich Japanischen Heeresluftstreitkräfte

etwa 900.000 Soldaten der NRA
200 Panzer
300 Flugzeuge der 14th Air Force

Verluste

etwa 100.000 Tote und Verwundete
80 Flugzeuge

etwa 400.000 Tote und Verwundete
etwa 80.000 Gefangene
190 Flugzeuge

etwa 400.000 Zivilisten

Die Operation Ichi-gō (jap. 一号作戦, Ichi-gō sakusen, dt. ‚Operation Nr. 1‘; chinesisch 豫湘桂會戰 / 豫湘桂会战, Pinyin Yù Xīang Guì Huìzhàn  „Schlacht von Henan-Hunan-Guangxi) war eine großangelegte Operation der Kaiserlich Japanischen Armee während des zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges: Ab Mitte April 1944 gingen die japanischen Einheiten in Südchina, die seit 1942 keine größere Operation gegen die chinesischen Truppen unternommen hatten, zur Offensive über, wobei sie binnen weniger Monate große Teile der chinesischen Armee in den drei südlichen Provinzen Guangxi, Hunan und Henan einkesselten und vernichteten; bis Dezember 1944, als der Vormarsch der beteiligten Armeen vor der heftig verteidigten Stadt Nanning ins Stocken kam, hatten die japanischen Truppen mehrere wichtige Städte eingenommen. Die taktischen Ziele der Operation wurden vom Kaiserlichen Hauptquartier deswegen als weitgehend erreicht betrachtet. Langfristig erwies sich die Operation als nahezu wertlos, da trotz der Eroberung der wichtigen südchinesischen Flugplätze, von wo aus die amerikanischen B-29-Bomber Luftangriffe gegen Japan flogen, die Bombardierung der japanischen Hauptinseln von den kurz zuvor eroberten Marianen fortgesetzt werden konnte. Die zusätzlich gewonnene direkte Landverbindung zwischen den japanisch besetzten Gebieten im Nordosten Chinas und jenen in Indochina und Burma erwies sich aufgrund umfassender Partisanenaktivität ebenfalls als deutlich weniger nützlich als geplant.

  1. 新聞記者が語りつぐ戦争 16 中国慰霊 読売新聞社 (1983/2) P187