Operation Nachschon
Die Operation Nachschon (hebräisch מִבְצַע נַחְשֹׁון Mivza Nachschōn) war eine militärische Operation der Hagana im April 1948 im Rahmen des Palästinakrieges.
Die Hagana (auch: Hagannah) führte die Operation Nachschon während des Bürgerkriegs zwischen jüdischen und arabischen Palästinensern am Ende der britischen Mandatszeit durch, um die Versorgungswege für jüdisch-palästinensische Konvois in das belagerte Jerusalem zu öffnen. Benannt wurde die Operation nach der biblischen Person Nachschon Ben ʿAmminadav, der beim Auszug aus Ägypten als erste den Weg durch das geteilte Rote Meer beschritten haben soll. Im Jiddischen wird „Nachschon“ als Ausdruck bzw. Bezeichnung verwendet für jemanden, der voraus geht und die Initiative ergreift. Die Operation Nachschon war in vielerlei Hinsicht eine Premiere. Es war die erste Aktion der Hagana in Brigadestärke (wenn auch mit 1.500 Mann eine sehr kleine Brigade), alle vorherigen Aktionen waren in Kompaniestärke. Weiterhin war es die erste offensive Operation mit dem Ziel, arabisches Territorium zu erobern und zu kontrollieren, und sich so eine bessere strategische Position zur Verteidigung zu erarbeiten. Bisherige Operationen der Hagana waren defensiv auf die Verteidigung jüdischer Gebiete ausgerichtet. Die Brigade war mit tschechoslowakischen Waffen gerüstet.
- 1 2 Spencer C. Tucker: Middle East Conflicts from Ancient Egypt to the 21st Century Seite 863 bis 844, ISBN 9781440853531
- 1 2 3 Israeli War of Independence: Operation Nachshon Jewish Virtual Library
- ↑ IDF ( vom 27. Januar 2012 im Internet Archive)