p-Hacking

p-Hacking, auch als specification searching bekannt, bezeichnet die Verzerrung und Manipulation von Forschungsresultaten, deren Ziel es ist, den p-Wert (d. h. die statistische Signifikanz) durch nachträgliche Anpassung der Testparameter unter eine bestimmte Grenze zu reduzieren.

Der p-Wert wird „gehackt“, also künstlich unter die 5-%-Grenze gedrückt. Auf diese Weise wird eine vermeintliche statistische Signifikanz der Ergebnisse erzeugt. Die häufige Fehlinterpretation von p-Werten sowie die Anwendung von p-Hacking haben zu unzähligen falschen Forschungsergebnissen geführt, die der Wissenschaft geschadet haben. p-Hacking kann als Reaktion wissenschaftlicher Autoren auf die Tatsache angesehen werden, dass Studien mit signifikanten Ergebnissen für die Publikation präferiert werden und Analysen, die nichtsignifikante Resultate aufweisen, unveröffentlicht bleiben (File-Drawer-Problem). Mithilfe von Metaanalysen ist es möglich, -Hacking aufzudecken.

  1. 1 2 Megan L. Head u. a.: The Extent and Consequences of P-Hacking in Science. In: PLOS Biology. 13. März 2015, doi:10.1371/journal.pbio.1002106. S. 1.
  2. Regina Nuzzo: Wenn Forscher durch den Signifikanztest fallen. In: Spektrum.de. 2. Februar 2014, abgerufen am 28. September 2024.