PACE (Studie)

Die PACE-Studie (englisch pacing, graded activity, and cognitive behaviour therapy: a randomised evaluation) war eine umstrittene Studie aus Großbritannien, die auf Grundlage eines biopsychosozialen Krankheitsverständnisses die Effekte von adaptierter Pacing-Therapie, körperlicher Aktivierungstherapie, kognitiver Verhaltenstherapie und spezialisierter medizinischer Versorgung bei Menschen mit Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS) verglich.

Während die groß angelegte Studie aus dem Jahr 2011 ursprünglich zu dem Schluss kam, dass sowohl körperliche Aktivierungstherapie als auch kognitive Verhaltenstherapie zur Behandlung von ME/CFS „moderat wirksam“ waren und dies den Umgang mit ME/CFS in vielen Ländern prägte, zogen methodische Mängel und spätere Überprüfungen der Daten die Ergebnisse vielfach in Zweifel.

Ab 2017 widerriefen verschiedene Gesundheitsbehörden und Leitlinien ihre Empfehlungen für körperliche Aktivierungstherapie bei ME/CFS. Auch kognitiver Verhaltenstherapie wird bei ME/CFS nicht länger eine heilende Wirkung zugeschrieben. In der Gegenwart gilt ME/CFS als Multisystemerkrankung. Leitlinien und Gesundheitsbehörden empfehlen länderübergreifend ein individuelles Energiemanagement (Pacing).