PUREX-Prozess

Der PUREX-Prozess ist ein physikalisch-chemisches Verfahren zur Abtrennung von Plutonium und Uran aus Kernbrennstoffen mittels Säuren. Es wurde zur Gewinnung von Waffenplutonium entwickelt, wird aber auch für die Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente aus zivilen Kernreaktoren eingesetzt. Damit ist der PUREX-Prozess eine klassische Dual-Use-Technologie.

Die Abkürzung PUREX steht für „Plutonium, Uranium, Reduction, Extraction“. Da der Prozess ursprünglich für Waffenplutonium entwickelt wurde, war ein Hauptziel, möglichst reines Plutonium zu erhalten. Die übrigen, teils stark radiotoxischen und langlebigen radioaktiven Bestandteile können nicht ohne weiteres genutzt und gelten als radioaktiver Abfall. Insbesondere werden andere spaltbare Radionuklide wie Actinide nicht abgetrennt.

  1. Lanham, W. B., and T. C. Runion: PUREX process for plutonium and uranium recovery. IOak Ridge National Lab.(ORNL), 1949, S. 4 (osti.gov [abgerufen am 23. September 2025]).