Wiederaufarbeitung

Die Wiederaufarbeitung (englisch nuclear reprocessing), auch Wiederaufbereitung, von verbrauchtem Kernbrennstoff ist ein Teil des Brennstoffkreislaufs in der Kerntechnik. Sie dient der Abtrennung der in benutzten (genauer: abgebrannten) Brennelementen von Kernreaktoren enthaltenen Stoffe, die während des Betriebes entstehen. Dabei unterteilt man in die beiden Kernbrennstoffe Uran, Plutonium, sowie die durch Kernspaltung entstandenen radioaktiven Spaltprodukte. Diese Materialien werden einerseits in wiederverwertbare Anteile (Kernbrennstoffe und andere Radionuklide) und anderseits in hoch-, mittel- und schwachradioaktiven Abfall separiert.

Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen kann den Bedarf an Uran als Brennstoff verringern und trägt gleichzeitig zur Reduzierung des hochradioaktiven Abfalls bei. Allerdings ist dieser Prozess sowohl kostspielig als auch technisch anspruchsvoll und birgt das Risiko der Proliferation, da das abgetrennte Plutonium für Kernwaffen genutzt werden kann.

  1. Engineering Separations Unit Operations for Nuclear Processing. 1. Auflage. CRC Press, 2019, ISBN 978-0-429-46674-8, doi:10.1201/9780429466748 (englisch, taylorfrancis.com [abgerufen am 24. Juli 2023]).