Pagan revival

Als Pagan revival („Wiederaufleben des Heidentums“) wird die These bezeichnet, dass die überwiegend heidnische stadtrömische Senatsaristokratie im ausgehenden 4. Jahrhundert das Wiederaufleben der traditionellen Kulte im spätantiken römischen Imperium aktiv gefördert habe. Dies sei literarisch, politisch, religiös (durch Instandsetzung von Tempeln usw.) und in letzter Konsequenz auch militärisch geschehen. Die äußerst blutige Schlacht am Frigidus (5./6. September 394) – verstanden als Entscheidungsschlacht zwischen Heidentum und Christentum – sei der letzte Widerstand (last stand) dieser Senatsaristokratie, die Eugenius unterstützte, gegen Theodosius I. als Förderer der katholischen Reichskirche gewesen.