Bauchspeicheldrüsenkrebs

Klassifikation nach ICD-10
C25.- Bösartige Neubildung des Pankreas
C25.0 Pankreaskopf
C25.1 Pankreaskörper
C25.2 Pankreasschwanz
C25.3 Ductus pancreaticus
C25.4 Endokriner Drüsenanteil des Pankreas, Inkl.: Langerhans-Inseln
C25.7 Sonstige Teile des Pankreas, Inkl.: Pankreashals
C25.8 Pankreas, mehrere Teilbereiche überlappend
C25.9 Pankreas, nicht näher bezeichnet
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 05
Klassifikation nach ICD-11
2C10 Bösartige Neubildung des Pankreas
2C10.0 Adenokarzinom des Pankreas
2C10.1 Neuroendokrine Neubildungen des Pankreas
2C10.Y Sonstige näher bezeichnete bösartige Neubildungen des Pankreas
2C10.Z Bösartige Neubildung des Pankreas, nicht näher bezeichnet
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Bauchspeicheldrüsenkrebs, fachsprachlich auch Pankreaskarzinom, ist ein bösartiger (maligner) Tumor der Bauchspeicheldrüse (altgriechisch πάγκρεας pánkreas). Die Mehrheit der Pankreastumoren (genannt auch Pankreasgeschwülste) befällt den die Verdauungsenzyme bildenden Teil der Bauchspeicheldrüse und hier vorwiegend die Gänge innerhalb des Organs. Diese „duktalen Adenokarzinome“ gehören zu den häufigen Krebserkrankungen. Die wichtigsten Risikofaktoren sind Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Alkoholabusus sowie Tabakrauchen und einige Erbkrankheiten. Häufigste Symptome sind eine stetig zunehmende Gelbsucht, in den Rücken ausstrahlende und nachts an Stärke zunehmende Bauchschmerzen sowie Verdauungsstörungen und Gewichtsverlust.

Pankreaskarzinome wachsen aggressiv und bilden früh Tochtergeschwülste (Metastasen). Sie können bisher nur durch operative Entfernung behandelt werden, allerdings werden vier von fünf bösartigen Pankreastumoren erst in einem so weit fortgeschrittenen Stadium erkannt, dass keine Heilung mehr möglich ist. Chemo- und Strahlentherapie haben in der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs eine unterstützende Funktion. Bei der Operation wird die Bauchspeicheldrüse teilweise oder vollständig entfernt (Pankreatektomie) und die unterbrochenen Gallen- und Bauchspeicheldrüsenausgänge werden wieder mit dem Darmtrakt verbunden. Die Heilungsrate ist in den letzten Jahrzehnten besser geworden; gleichwohl nehmen Palliation (Linderung) und bestmöglich unterstützende Behandlungsmaßnahmen (Best Supportive Care) in den Pankreaszentren immer noch breiten Raum ein.

In neuerer Zeit richtet sich die Aufmerksamkeit der Onkologen zunehmend auf zystische Neubildungen des Pankreas, die gutartig oder bösartig sein können.