Parti communiste français

Parti communiste français
Kommunistische Partei Frankreichs
Nationalsekretär Fabien Roussel
Sprecher Cécile Cukierman
Ian Brossat
Gründung Dezember 1920 (SFIC)
1921 (PC-SFIC)
1943 (PCF)
Gründungsort Tours
Hauptsitz Gebäude des ZK der KP Frankreichs, Place du Colonel Fabien, Paris
Ausrichtung Kommunismus Eurokommunismus
Farbe(n) Rot
Jugendorganisation Mouvement Jeunes Communistes de France
Zeitung L’Humanité
L’Humanité Dimanche
La Terre
Sitze Nationalversammlung
8 / 577 (1,4 %)
(2024)
Sitze Senat
14 / 348 (4,0 %)
Mitglieder­zahl 47.349 (Stand: 2019)
Internationale Verbindungen Internationales Treffen Kommunistischer und Arbeiterparteien
Sitze EU-Parlament
0 / 81 (0,0 %)
Europapartei EL
EP-Fraktion GUE/NGL
Website www.pcf.fr

Der Parti communiste français (PCF), die Kommunistische Partei Frankreichs (wörtlich Französische kommunistische Partei), ist eine politische Partei in Frankreich, die zu Beginn des Jahres 2021 insgesamt 43.888 Mitglieder zählte. 2007 war sie in der französischen Kommunalpolitik mit 10.000 gewählten Politikern (davon etwa 800 Bürgermeister) vertreten, zwischenzeitlich war sie mit 138.000 Mitgliedern die mitgliederstärkste kommunistische Partei Westeuropas.

Der PCF wurde 1920 bei einem Parteitag in Tours nach dem Auseinanderbrechen der Section française de l’Internationale ouvrière (SFIO, Französische Sektion der Arbeiterinternationale) gegründet. Als Parteizeitung galt lange L’Humanité, die trotz ihrer ideellen Verbundenheit mit der Partei strukturell von dieser unabhängig war. Der Sitz des PCF befindet sich an der Place du Colonel Fabien in Paris in einem vom brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer entworfenen Betonbau. Die früher mit der Partei eng verbundene Gewerkschaft, Confédération générale du travail (CGT), agiert heute organisatorisch und inhaltlich unabhängiger vom PCF als früher.

Der PCF war vom 10. September 1944 (Amtsantritt des Kabinett de Gaulle I) bis zum 4. Mai 1947 an französischen Regierungen beteiligt. Am 4. Mai 1947 wurden die vier PCF-Minister im Kabinett Ramadier I entlassen. Ein zweites Mal war die Partei nach dem Wahlsieg François Mitterrands im Mai 1981 an den Regierungen Mauroy II und III (23. Juni 1981 bis 17. Juli 1984) beteiligt. Zuletzt (Stand 2025) gehörten von 1997 bis 2002 mit Jean-Claude Gayssot und Marie-George Buffet Mitglieder des PCF als Teil der Gauche plurielle der Regierung an (Kabinett Jospin).

Zusammen mit der Kommunistischen Partei Italiens (PCI) galt der PCF vom Anfang der 1970er bis zum Ende der 1980er Jahre als bedeutender Vertreter einer die pluralistisch-demokratische Verfasstheit von Staat und Gesellschaft anerkennenden Strömung, des Eurokommunismus, und grenzte sich damit von den kommunistischen Parteien der realsozialistischen Systeme im Ostblock ab.

  1. Élections européennes, le PCF entre en campagne. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2025. Suche im Internet Archive ) In: La Croix. 5. Februar 2019.
  2. 17 IMCWP, List of Participants (Memento vom 7. Januar 2016 im Internet Archive)
  3. Mitteilung des PCF vom 12. Mai 2021
  4. Zahlen auf politique.net, abgerufen am 8. Januar 2011 (französisch).