Partij voor de Vrijheid
| Partij voor de Vrijheid | |
|---|---|
| Parteiführer | Geert Wilders |
| Fraktionsvorsitzender Zweite Kammer | Geert Wilders |
| Fraktionsvorsitzender Erste Kammer | Alexander van Hattem |
| EP-Delegationsleiter | Sebastiaan Stöteler |
| Gründung | 22. Februar 2006 |
| Gründungsort | Venlo |
| Hauptsitz | Den Haag |
| Ausrichtung | Nationalismus Rechtspopulismus Nationalkonservatismus Rechtsextremismus EU-Skepsis Islamfeindlichkeit |
| Farbe(n) | Blau, Weiß, Rot |
| Sitze Zweite Kammer | 19 / 150 (12,7 %) |
| Sitze Erste Kammer | 4 / 75 (5,3 %) |
| Mitgliederzahl | 1 |
| Sitze EU-Parlament | 6 / 31 (19,4 %) |
| Europapartei | Patriots.eu |
| EP-Fraktion | Patrioten für Europa (PfE) |
| Website | www.pvv.nl |
Die Partij voor de Vrijheid (PVV), deutsch Partei für die Freiheit, ist eine rechtspopulistische und rechtsextreme sowie europaskeptische Partei in den Niederlanden. Sie erhielt bei der Parlamentswahl 2006 aus dem Stand heraus 5,9 Prozent der Stimmen.
Vorsitzender und einziges Mitglied ist ihr Gründer Geert Wilders, der vorher Abgeordneter der konservativ-liberalen VVD war. Die Partei warnt vor einer aus ihrer Sicht stattfindenden Islamisierung der Niederlande und ruft zu deren Bekämpfung auf. Ferner setzt sie sich für eine Begrenzung der Einwanderung, für ein härteres Vorgehen gegen Kriminelle und gegen die Erhöhung des Renteneintrittsalters ein.
Nach der Parlamentswahl 2023 war sie mit 23,7 Prozent (35 Sitzen) die stärkste Kraft im Repräsentantenhaus und bildete mit VVD, NSC und BBB seit dem 2. Juni 2024 die von dem parteilosen Ministerpräsidenten Dick Schoof geführte Regierung. Die PVV stellte dabei fünf Minister.
Am 3. Juni 2025 verkündete Wilders den Rückzug seiner Partei aus der Regierungskoalition. Bei den dadurch notwendigen vorgezogenen Neuwahlen am 29. Oktober 2025 verlor die PVV elf Sitze und landete bei den abgegebenen Stimmen knapp hinter den Democraten 66 auf dem zweiten Platz. Im Januar 2026 verließen sieben Abgeordnete die PVV-Fraktion und bildeten die Groep Markuszower, weil sie den Führungsstil und die mangelnde Kompromissbereitschaft von Geert Wilders ablehnten.
- ↑ Marija Davidović, u. a. (Hrsg.): Het extreemrechtse en discriminatoire gehalte van de PVV. In: J. Donselaar, P.R. Rodriques (Hrsg.): Monitor Racisme & Extremisme, achtste rapportage Monitor Racisme, Amsterdam 2008, S. 167–199. (Englische Fassung: Racism and Extremism Monitor Eight Report, Leiden 2008, Sektion 8)
„Rechtsextremismus“ wurde in dieser Studie definiert wird als: „eine Orientierung auf das Eigene und eine Abkehr vom Fremden sowie einen Hang zu autoritären Strukturen“. Diese Einordnung der PVV wurde aus unterschiedlichen Gründen kritisiert: Universität Münster: Geert Wilders. II. Forschungsstand
Die Folgestudie von 2010 (Englische Fassung: Racism and Extremism Monitor Ninth Report, Leiden 2010, Sektion 4) ging dezidierter auf einen Unterschied zwischen „klassischem“ und „neuem“ Rechtsextremismus ein, bei dem die PVV letzterem zugeordnet werden müsse. - ↑ Niederlande - Ergebnis der Parlamentswahl 2023. In: Statista. Abgerufen am 9. Juli 2024.
- ↑ Rechtsruck in Niederlanden: Geert Wilders klarer Wahlsieger. In: Die Tageszeitung: taz. 23. November 2023, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 9. Juli 2024]).
- ↑ RedaktionsNetzwerk Deutschland: Rechtspopulist Wilders lässt niederländische Regierung platzen. 3. Juni 2025, abgerufen am 3. Juni 2025.
- ↑ Opstand tegen Wilders: zeven PVV'ers beginnen eigen fractie. NOS, 20. Januar 2026, abgerufen am 24. Februar 2026 (niederländisch).