Paul-Gerhardt-Stift

Paul Gerhardt Stift zu Berlin

Straßenfront des Paul-Gerhardt-Stifts in der Müllerstraße –
rechts: Ursprüngliches Diakonissenmutterhaus, Mitte: erster Erweiterungsbau 1898, links: zweiter Erweiterungsbau um 1920

Daten
Ort Berlin
Baumeister Ernst Schwartzkopff,
Heinrich Theising
Baujahr 1885–1888 (Mutterhaus),
1897/98
(erste Erweiterung)
Grundfläche 20.000 
Koordinaten 52° 33′ 15,4″ N, 13° 20′ 46,7″ O
Besonderheiten
mehrfache Erweiterungen und Umnutzungen einzelner Gebäudeteile

Das Paul-Gerhardt-Stift (Eigenschreibweise: Paul Gerhardt Stift zu Berlin, PGS) diente der Ausbildung von Diakonissen in der Krankenpflege. Es wurde am 7. Juni 1876 durch den evangelischen Pfarrer der St.-Jacobi-Kirche August Disselhoff als private Stiftung zur Pflege von Kranken, Kindern und Alten in christlicher Tradition der Nächstenliebe gegründet. Die Einrichtung belegt im Berliner Ortsteil Wedding des Bezirks Mitte in der Müllerstraße ein größeres Areal, das schrittweise bebaut wurde. Das Leitmotiv aus der Gründungsurkunde von 1876 lautet: „Das Paul-Gerhardt-Stift begehrt allen zu dienen, soweit Kraft und Vermögen reichen, und keinen auszuschließen, er sei, wer er sei, und heiße, wie er wolle“. Es gilt auch weiterhin. Die Bauten – ein Diakonissenhaus, eine Kapelle, ein Krankenhaus mit Isolierstation und mehrere Wohnhäuser – sind nach kleineren Umbaumaßnahmen erhalten und stehen als Bauensemble unter Denkmalschutz.

  1. Paul-Gerhardt-Stift, Geschichte und Arbeitsfelder, 1876–2006, …
  2. Eintrag zu Paul-Gerhardt-Stift (Obj.-Dok.-Nr. 09030304) in der Berliner Landesdenkmalliste mit weiteren Informationen