Pendelgabel

Die Pendelgabel war eine Bauart der Vorderradaufhängung bei Motorrädern. Auf die erste Pendelgabel erhielt Oscar Hedstrom, Mitbegründer von Indian, am 10. Januar 1905 ein US-Patent. Indian baute Pendelgabeln zwischen 1905 und 1910 bei allen Motorradmodellen ein, danach die Blattfedergabel. Eine weiter entwickelte Pendelgabel des britischen Herstellers Triumph erschien 1910. Pendelgabeln wurden nach dem Ersten Weltkrieg wieder von DKW, Reichsfahrtmodell (1922) und Motobécane (1923) auf den Markt gebracht. Das letzte Motorrad von DKW mit Pendelgabel war die E 200 (1928); danach wurde die Trapezgabel verwendet, die weitaus bessere Eigenschaften hatte. Der Prototyp 'DKW L 60' von 1947 hatte ebenfalls eine Pendelgabel mit Gummi-Torsionselementen als Federn. Bis in die 1950er Jahre wurde in Motorfahrrädern und Mopeds die sogenannte Pendelfedergabel eingebaut.

  1. 1 2 Patent US779709A: Spring-Fork for Vehicle-Wheels. Angemeldet am 14. Juni 1904, veröffentlicht am 10. Januar 1905, Erfinder: Carl O. Hedstrom.
  2. Trzebiatowsky (Hrsg.): Motorräder …, S. 554.
  3. Trzebiatowsky (Hrsg.): Motorräder …, auf S. 934/935 sind etwa 45 Moped-Modelle mit Pendelgabel erwähnt.