Pfette

Als Pfette oder Dachpfette bezeichnet man in einer Dachkonstruktion den Träger, der in Längsrichtung parallel zur Traufe und First eines Gebäudes auf Giebelwänden, Querzwischenwänden, Pfosten und Drempel aufliegt. Die Pfette hat einen rechteckigen Querschnitt und wird grundsätzlich hochkant eingebaut. Sie liegt als Fußpfette auf dem Drempel, als Mittelpfette auf Giebelwänden, Querzwischenwänden und Pfosten und als Firstpfette auf Pfosten mit Kopfbändern. Die Pfette trägt den Sparren, der mit einer Kerve oder einem Sattel aufsitzt und die Dachhaut trägt.

Im Fachwerkbau wird auch das Rähm als Pfette bezeichnet.

  1. Thomas Eißing, Benno Furrer, Christian Kayser, Stefan King, Ulrich Klein, Ulrich Knapp, Burghard Lohrum, Tilmann Marstaller, Claudia Mohn, Heinz Pantli, Hans-Hermann Reck, Daniel Reicke: Vorindustrieller Holzbau. Terminologie und Systematik für Südwestdeutschland und die deutschsprachige Schweiz (= Südwestdeutsche Beiträge zur historischen Bauforschung, Sonderband.) 2., überarbeitete Auflage. Universität Heidelberg / Universitätsbibliothek, Heidelberg 2023, ISBN 978-3-96929-223-5 (Digitalisat), S. 39, Kapitel 2.4 Versatzung, Aufklauung, Aufkervung.
  2. Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar (= Kröners Taschenausgabe. Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X (Digitalisat auf moodle.unifr.ch, abgerufen am 7. Dezember 2025), S. 363: Pfette.