Pjotr Kraska

Pjotr Kraska, eigentlich Peter Johannes Kraska, mit Künstlernamen auch Kraska rex (* 22. Februar 1946 in Zürich; † 5. September 2016; heimatberechtigt in Adliswil), war ein Schweizer Aktionskünstler, Schriftsteller, bildender Künstler, Behördenkritiker und Zürcher Stadtoriginal.

In den späten Sechzigerjahren trat er, zum Teil zusammen mit Dieter Meier, in experimentellem Theater und in Avantgardeshows auf, die das damalige Bürgertum aufschreckten. Sein das Sprechen und Schreiben reflektierendes Buch Der grosse Wurf. Ein Gedicht (1978/79) wurde teilweise begeistert besprochen. 1980 erklärte er sich zum «König von Zürich und Bilbao, Herrscher des Zen- und A-Zentrischen Reichs» und focht fortan einen erbitterten, aber erfolglosen Streit um das Gratisfahren auf dem Netz der Verkehrsbetriebe Zürich.

  1. Ev Manz: Zürichs König ist von dieser Welt. In: Tages-Anzeiger, 9. September 2016, S. 19 (online unter dem Titel Der König von Zürich ist tot).
  2. Gemäss Kraskas Fahrzeugausweis, abgebildet (als mit der Unterschrift von Andy Warhol versehenes Kunstobjekt) in der Onlineversion von Ev Manz: Der König von Zürich ist tot. Der selbst ernannte Monarch der Limmatstadt, Seine Majestät König Pjotr Kraska von Zürich und Bilbao, ist verstorben. In: Tages-Anzeiger online, 8. September 2016, S. 19.