Postakutes Infektionssyndrom

Der Begriff postakutes Infektionssyndrom (PAIS), auch postinfektiöses Syndrom, umfasst eine Gruppe von oftmals schweren und chronischen Multisystemerkrankungen, die in den meisten Fällen als Folge von akuten Viruserkrankungen wie z. B. der echten Grippe (Influenza), COVID-19 (SARS-CoV-2) und dem Pfeifferschen Drüsenfieber (Epstein-Barr-Virus) entstehen, aber auch nach bakteriellen oder parasitären Infektionen auftreten können.

Folgen akuter Virusinfektionen werden auch als postvirales Syndrom bezeichnet. International wird außerdem die Bezeichnung infection associated chronic conditions (IACC, englisch ‚infektionsassoziierte chronische Krankheitszustände‘) verwendet.

  1. Susanne Rabady, Johann Altenberger, Markus Brose et al.: Leitlinie S1: Long COVID: Differenzialdiagnostik und Behandlungsstrategien. In: Wiener klinische Wochenschrift. Band 133, Nr. 7, 1. Dezember 2021, ISSN 1613-7671, S. 238, doi:10.1007/s00508-021-01974-0, PMID 34851455, PMC 8633909 (freier Volltext).
  2. Benjamin Luchting, Uta Behrends, Bianca Eigner, Silvia Stojanov, Cordula Warlitz, Matthias Haegele, Eva Neuwirth, Lorenz Mihatsch, Hans Peter Richter: Interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie bei postviralen Syndromen und ME/CFS. In: Der Schmerz. Band 38, Nr. 3, 1. Juni 2024, ISSN 1432-2129, S. 183–189, doi:10.1007/s00482-023-00761-2, PMID 37864020, PMC 11116220 (freier Volltext).