Präeklampsie

Klassifikation nach ICD-10
O14.- Gestationshypertonie [schwangerschaftsinduziert] mit bedeutsamer Proteinurie
O14.0 Mäßige Präeklampsie
O14.1 Schwere Präeklampsie
O14.9 Präeklampsie, nicht näher bezeichnet
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
JA24 Präeklampsie
JA24.0 Leicht- bis mittelgradige Präeklampsie
JA24.1 Schwergradige Präeklampsie
JA24.Z Präeklampsie, nicht näher bezeichnet
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Die Präeklampsie (alte Namen: EPH-Gestose, Spätgestose, Schwangerschaftsintoxikation, Schwangerschaftstoxikose, Schwangerschaftsvergiftung) bezeichnet eine hypertensive Erkrankung, welche die Schwangerschaft (Schwangerschaftshypertonie) und das Wochenbett verkomplizieren kann. In seltenen Fällen tritt sie erst bis zu 14 Tage nach der Entbindung auf. Charakterisiert wird die Präeklampsie traditionell durch die prognostisch richtungsweisenden Leitsymptome der Hypertonie (erhöhter Blutdruck) und der Proteinurie (Proteine im Urin). Ödeme (Wassereinlagerungen) allein beeinflussen die Prognose von Mutter und Kind nicht. Aus der früheren Trias der Leitsymptome leitet sich der heute weniger gebräuchliche Name EPH-Gestose ab: Edema (US englisch) für die Ödeme, Proteinurie und Hypertension für den Bluthochdruck.

  1. Heinrich Buess: Die Lehre von der Spätgestose (Eklampsie) im Spiegel der allgemeinen Medizingeschichte. In: Medizinhistorisches Journal. Band 6, 1971, S. 175–188.
  2. W. Rath: Präeklampsie: aktuelles Management. In: Die Hebamme. Band 21, Nr. 2, 2008, S. 84–89.