Präsidentenpalast (Hanoi)
Der Präsidentenpalast in Hanoi (Phủ Chủ tịch) ist der Amtssitz des vietnamesischen Präsidenten in Hanoi.
Der Präsidentenpalast wurde zwischen 1900 und 1906 als Residenz für den französischen Generalgouverneur von Indochina erbaut. Er wurde wohl von Auguste Henri Vildieu, dem offiziellen französischen Architekten für Vietnam, entworfen. Wie die meisten Gebäude der französischen Kolonialarchitektur ist der Palast ausgesprochen europäisch geprägt – der einzige Hinweis darauf, dass er sich überhaupt in Vietnam befindet, sind die Mangobäume, die auf dem Gelände wachsen. Der auffällige gelbe Palast steht hinter schmiedeeisernen Toren, die von Wachhäuschen flankiert werden.
Als Vietnam 1954 seine Unabhängigkeit erlangte, weigerte sich Ho Chi Minh aus symbolischen Gründen, in dem prächtigen Gebäude zu wohnen, empfing dort jedoch weiterhin Staatsgäste; schließlich ließ er auf dem Gelände ein traditionelles vietnamesisches Pfahlhaus und einen Karpfenteich errichten.
Heute befindet sich das Ho-Chi-Minh-Mausoleum in der Nähe. Im Palast finden bis heute Regierungssitzungen statt. Er ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, allerdings kann man gegen eine Gebühr das Gelände umrunden.
- ↑ Hanoi – Spuren von Ho Chi Minh. In: Traumreisezeiten. 24. März 2021, abgerufen am 7. April 2026 (deutsch).