Präsidentschafts- und Parlamentswahl in Bolivien 2019

Präsidentschaftswahl in Bolivien 2019
StaatBolivien
Datum20. Oktober
Wahlbeteiligung88,3 %
KandidatenEvo MoralesCarlos MesaChi Hyun Chung
ParteienMASCCPDC
Stimmen2.889.359
47,1 %
2.240.920
36,5 %
539.081
8,8 %
Zusammenfassung der Stimmen (in %)
Evo Morales (MAS)
47,1
Carlos Mesa (CC)
36,5
Chi Hyun Chung (PDC)
8,8
Óscar Ortiz Antelo (MDS)
4,2
Félix Patzi (MTS)
1,3
Virginio Lema (MNR)
0,7
Ruth Nina (PAN-BOL)
0,7
Víctor Hugo Cárdenas (UCS)
0,4
Israel Rodriquez (FPV)
0,4
Stimmenstärkste nach Departamentos
Präsident vor der Wahl
Evo Morales
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Die Präsidentschafts- und Parlamentswahl in Bolivien 2019 fand am 20. Oktober statt. Der amtierende Präsident Boliviens Evo Morales bewarb sich dabei gemeinsam mit Vizepräsident Álvaro García Linera um eine vierte Amtszeit als Kandidat des Movimiento al Socialismo (MAS). Die Wahl galt als die erste seit längerer Zeit, in der Morales nicht bereits im Vorfeld als ausgemachter Sieger galt.

Am 25. Oktober 2019 wurde Morales offiziell zum Wahlsieger erklärt.

Nachdem es nach Angaben der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) bei der Stimmenauszählung zu Unregelmäßigkeiten gekommen war, mobilisierte die rechte Opposition gegen die Wiederwahl von Evo Morales. In zahlreichen Städten brachen wochenlange Proteste aus. Polizei und Militär nötigten Morales zurückzutreten. Am 10. November kündigte Morales zunächst Neuwahlen und schließlich seinen Rücktritt an.

In der Folge erklärte sich die Vizepräsidentin des Senats, Jeanine Áñez, zur Staatspräsidentin pro tempore. Während einige Staaten, unter anderem Mexiko und Uruguay, von einem Staatsstreich sprachen, erkannten andere, unter anderem die Staaten der Europäischen Union, Brasilien und die USA, Áñez’ Machtübernahme als rechtmäßig an.

  1. Ernesto Londoño: Bolivia’s Evo Morales Faces Tightest Race of His Life. In: The New York Times. 20. Oktober 2019, abgerufen am 20. Oktober 2019 (englisch).