Prozessmapping

Prozessmapping (engl. process mapping) oder Prozesskartierung ist eine Methode, mit deren Hilfe die Prozesse systematisch beschrieben, visualisiert und analysiert werden. Der Ist-Prozess wird Schritt für Schritt auf der Tätigkeitsebene dargestellt. Eine Tätigkeit ist eine nicht mehr sinnvoll teilbare Aktion, zum Beispiel „Patient waschen“. Ein Teilprozess ist ein Bündel von Tätigkeiten, zum Beispiel „Körperpflege durchführen“. Prozessmapping ist ein Werkzeug, mit dem die beteiligten Mitarbeiter einfach und effizient ihre Prozesse und darin enthaltenen Schwachstellen visualisieren können. Erst dann kann gemeinsam an der Beseitigung von deren Ursachen gearbeitet werden.

In Change-Projekten werden die Karten häufig wandfüllend (mehrere Meter lang) erstellt und mit farbigen Klebezetteln, Fäden und Symbolen bestückt. So entsteht ein panoramischer Überblick über sämtliche Rollen, Informations- und Materialflüsse, der weit über die übliche Funktionsgrenze hinausreicht und selbst verdeckte Datenbanken oder Work-arounds sichtbar macht.

  1. 1 2 Ruthanne Huising: Moving off the Map: How Knowledge of Organizational Operations Empowers and Alienates. In: Organization Science. Band 30, Nr. 5, September 2019, ISSN 1047-7039, S. 1054–1075, doi:10.1287/orsc.2018.1277 (informs.org [abgerufen am 9. Juli 2025]).