Quellenspannung

Eine Quellenspannung ist die Idealisierung einer elektrischen Spannung, wenn sich die Spannung so ausbildet, dass kein elektrischer Strom durch die Quelle fließt. Sie ist zugleich die Spannung einer idealen Spannungsquelle, bei der die Spannung an den Klemmen mit der Leerlaufspannung übereinstimmt unabhängig von der Stromstärke.

Weitere Bezeichnungen für die Quellenspannung sind Elektromotorische Kraft, abgekürzt EMK, oder Urspannung. Die eine wird inzwischen im Internationalen Elektrotechnischen Wörterbuch abgelehnt, die andere nicht einmal erwähnt. Ihre Verwendung ist nicht einheitlich, teilweise im Sinne der außen zugänglichen Quellenspannung, teilweise im Sinne der inneren Ursache für das Entstehen der an den Anschlüssen der Quelle auftretenden Quellenspannung.

  1. 1 2 IEC 60050, deutschsprachige Ausgabe bei DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE: Internationales Elektrotechnisches Wörterbuch – IEV, IEV-Nummer 131-12-22.
  2. „Dieser antiquiert wirkende Name ist ein Relikt aus den frühen Zeiten der Elektrotechnik.“ (Adalbert Prechtl)
  3. 1 2 Adalbert Prechtl: Vorlesungen über die Grundlagen der Elektrotechnik: Band 1. Springer, Wien, 1994, S. 113.
  4. Leonhard Stiny: Grundwissen Elektrotechnik und Elektronik. 7. Auflage. Springer Vieweg, 2018, S. 135.
  5. Steffen Paul, Reinhold Paul: Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik 1. 4. Auflage. Springer, 2010, S. 37.