Elektrische Stromstärke
| Physikalische Größe | ||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Name | elektrische Stromstärke | |||||||||||||||
| Formelzeichen | ||||||||||||||||
| ||||||||||||||||
Die elektrische Stromstärke (veraltet auch Stromintensität) ist eine physikalische Größe aus der Elektrizitätslehre, die den elektrischen Strom bemisst. Die Stromstärke bezieht sich immer auf eine geeignet gewählte orientierte Fläche, beispielsweise die Querschnittsfläche eines Leiters (Konvektionsstrom) oder den Querschnitt eines Kondensators (Verschiebungsstrom). Im einfachsten Fall eines konstanten Stromflusses ist die Stromstärke die durch den Querschnitt geflossene und auf die betrachtete Zeitspanne bezogene Ladungsmenge.
Die Stromstärke ist eine Basisgröße des internationalen Einheitensystems (SI) und wird darin in der Maßeinheit Ampere mit dem Einheitenzeichen A angegeben. Ihr Formelzeichen ist das (von französisch intensité du courant); zur Kennzeichnung einer Zeitabhängigkeit wird für den Augenblickswert der Kleinbuchstabe verwendet.
Beim sinusförmigen Wechselstrom, wie er für die praktische elektrische Energieversorgung am häufigsten verwendet wird, ist der zeitliche Mittelwert der Stromstärke null – unabhängig vom Scheitelwert als maximalem Augenblickswert der Stromstärke. Der Effektivwert der Stromstärke ist bei zeitlich periodischen Strömen konstant und wird ebenfalls mit dem Formelzeichen angegeben.
In der elektro-hydraulischen Analogie entspricht die elektrische Stromstärke dem Volumenstrom eines Fluids in der Rohrleitung.
- ↑ Wilhelm Weber, Heinrich Weber: Wilhelm Weber’s Werke. Band 3. Springer, Berlin / Heidelberg 2013, ISBN 978-3-662-24693-1, S. 610 (google.de).
- ↑ Ludwig Bergmann, Clemens Schaefer: Lehrbuch der Experimentalphysik, Band II, Elektrizitätslehre. 4. Auflage. Walter de Gruyter & Co., Berlin 1961, S. 123.
- ↑ DIN 5483-2 Zeitabhängige Größen – Teil 2: Formelzeichen. 1982.