Rädern

Das Rädern (auch: Radebrechen, radebreken, mit dem rade stozen, mittelhochdeutsch rederen, oder auf das Rad flechten) war eine vom europäischen Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit praktizierte Form der Hinrichtung, bei der den Betroffenen mit einem großen Wagenrad, dem Richtrad, zunächst die Glieder gebrochen wurden, um sie anschließend zwischen die Radspeichen zu flechten und zur Abschreckung auszustellen. Als besonders qualvolle und entehrende Todesart war das Rädern der Sanktionierung von Kapitalverbrechen vorbehalten.