Radebrechen

Radebrechen (früher auch Radbrechen; auch: gebrochene Sprechweise) ist eine abwertende Bezeichnung für die mangelhafte und mühevolle Ausdrucksweise in einer Fremdsprache. Die Redewendung des „Radebrechens“ in einer Sprache leitet sich von der mittelalterlichen Folter- und Hinrichtungsmethode des Räderns ab und bedeutet, dass eine Sprache „gequält“ wird. „Gebrochen“ wird als Gegenteil zur „fließenden“ Beherrschung einer Sprache verwendet.

  1. Wolfgang Müller: Das Gegenwort-Wörterbuch: ein Kontrastwörterbuch mit Gebrauchshinweisen. Walter de Gruyter, 2000, ISBN 978-3-11-016885-3, S. 202 (google.de [abgerufen am 31. August 2022]).