Raffinerie Collombey
Die Raffinerie de Collombey war eine Erdölraffinerie in der Schweiz. Die Anlage wurde vom italienischen Energiekonzern Eni errichtet, stand von 1963 bis 2015 in Betrieb und befand sich zuletzt im Eigentum der Tamoil. 2021 wurde mit dem Abbruch der Anlage begonnen.
Der Bezug von Rohöl erfolgte vom Hafen von Genua aus durch die Pipeline Oléoduc du Rhône über die Alpen zur Raffinerie im Kanton Wallis. Die Auslieferung der Fertigprodukte erfolgte per Bahn und mit Tankwagen auf der Strasse. Die Kapazität der im Kanton Waadt liegenden Verladestation betrug ungefähr 150 Eisenbahn-Waggons und 200 Tanklastwagen pro Tag.
Die von der Raffinerie gelieferten Produkte umfassten Benzin bleifrei 95 und 98, Kerosin, Dieselkraftstoff, Heizöl extra-leicht, Schweröl sowie Flüssiggas. Ausserdem speiste die Raffinerie ungefähr 22 MW elektrischer Energie in das regionale Stromnetz ein. Das anfallende Schweröl spies das Kraftwerk Chavalon.