Rapid Support Forces
Die Rapid Support Forces (RSF; arabisch قوات الدعم السريع Quwwāt ad-daʿm as-sarīʿ, deutsch Schnelle Unterstützungskräfte) sind eine paramilitärische Gruppe im Sudan, die bis zu dessen Sturz dem Kommando von Präsident Umar al-Baschir unterstand und danach an der Militärregierung beteiligt war. Seit Mitte April 2023 versuchen die RSF, die Kontrolle über das Staatsgebiet des Sudan zu erlangen; an vielen Orten im Land greifen sie Einrichtungen der sudanesischen Streitkräfte und deren Regierung an. Analysten gehen von geschätzten 70.000 bis 100.000 RSF-Kämpfern im Sudan aus.
Die RSF entstanden 2013 und bestehen größtenteils aus der arabisch-nationalistischen Dschandschawid-Miliz, die im Darfur-Konflikt auf Seiten der sudanesischen Regierung kämpfte und dabei für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen verantwortlich gemacht wird. Ihr Kommandeur ist Generalleutnant Mohammed Hamdan Daglo.
- ↑ Declan Walsh: Who is General Hamdan, the leader of the Rapid Support Forces? In: The New York Times. 15. April 2023, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 4. Mai 2023]).
- ↑ Reuters: Factbox: Who are Sudan’s Rapid Support Forces? In: Reuters. 15. April 2023 (reuters.com [abgerufen am 4. Mai 2023]).
- ↑ Tsega Etefa: Explainer: tracing the history of Sudan’s Janjaweed militia. 18. Juni 2019, abgerufen am 27. September 2024 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Maria Stöhr: Massaker im Sudan: „Eine grausame Truppe“. In: Spiegel Online. 12. Juni 2019 (spiegel.de [abgerufen am 4. Mai 2023]).