Rashomon – Das Lustwäldchen

Film
Titel Rashomon – Das Lustwäldchen
Originaltitel 羅生門
Transkription Rashōmon
Produktionsland Japan
Originalsprache Japanisch
Erscheinungsjahr 1950
Länge 88 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Daiei
Stab
Regie Akira Kurosawa
Drehbuch
Musik Fumio Hayasaka
Kamera Kazuo Miyagawa
Schnitt Akira Kurosawa
Besetzung

Rashomon – Das Lustwäldchen (japanisch 羅生門, Rashōmon) ist ein japanischer Spielfilm aus dem Jahr 1950. Er beruht auf den Kurzgeschichten Rashomon (1915) und Im Dickicht (1922) von Akutagawa Ryūnosuke. Die Regie führte Akira Kurosawa, der gemeinsam mit Shinobu Hashimoto auch das Drehbuch schrieb.

Der Film wird als Meilenstein in der internationalen Filmgeschichte und als früheste erfolgreiche Verbindung zwischen traditionellen japanischen Motiven und europäischer Filmkunst bewertet, stellt jedoch die Handlung ausschließlich aus der Sicht des japanischen Wertesystems dar. Diese Merkmale wurden von Kurosawa zeitlebens vor allem auch in im Westen sehr bekannt gewordenen Produktionen sichtbar. Regie und schauspielerische Leistungen waren für die spätere Entwicklung des Genres richtungsweisend. Die Handlung des Filmes wurde in der westlichen Kultur häufig diskutiert. Der Rashomon-Effekt leitet sich ebenfalls von dem Film ab. Soziale Aktionen werden von verschiedenen Personen völlig unterschiedlich wahrgenommen, was sich sogar auf die Erinnerungen auswirkt. Dieser Effekt wird im Film illustriert und wird in den Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaften und der Philosophie so bezeichnet. Zudem wurde der Film fünf Jahre nach Ende des Pazifikkrieges veröffentlicht und daher auch als Auseinandersetzung mit Fragen nach Schuld, Ursache und Wahrheit in Verbindung mit schweren Verbrechen diskutiert.

  1. Freigabebescheinigung für Rashomon – Das Lustwäldchen. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, September 2005 (PDF; Prüf­nummer: 45 51D DVD).
  2. Blair Davis, Robert Anderson, Jan Walls: Rashomon Effects: Kurosawa, Rashomon and their legacies. Routledge, 2015, ISBN 978-1-317-57464-4, S. 157
  3. Mario Bunge: Political Philosophy: Fact, Fiction, and Vision. Routledge, 2017, ISBN 978-1-351-49881-4, S. 286.