Reiserad

Das Reiserad (französisch Randonneur oder auch Randonneuse, englisch touring bicycle) ist ein speziell für die Bedürfnisse von Radreisenden konzipiertes Fahrrad, das auch mit 50 bis 75  kg Gepäck noch sicher gefahren und gebremst werden kann. Die zulässige Gesamtmasse beträgt 150  kg oder mehr. Bei traditionellen Reiserädern beträgt die Eigenmasse 11 bis 19 kg, modernere Modelle sind jedoch auch leichter. Mit dem Trend zum Bikepacking ab 2015 werden für kürzere Reisen auch modifizierte Gravelbikes und Cyclocrossräder eingesetzt.

Speziell gefertigte Reiseräder werden der erhöhten Belastung entsprechend konstruiert, indem stabiles Material und beispielsweise Rahmenrohre mit größeren Wandstärken verwendet werden. Ihre Geometrie ist so angelegt, dass sie tendenziell einen längeren Radstand und größeren Nachlauf haben als andere Serienfahrräder. Damit ist ein ruhigerer Geradeauslauf auf langen Strecken möglich.

Auch viele Liegefahrräder eignen sich als Reiserad. Spezielle Anforderungen sind zu beachten. Siehe: Kurzlieger und Langlieger.

  1. Rüdiger Bellersheim, Ernst Brust, Michael Gressmann, Dietmar Hertel, Franz Koslar: Tabellenbuch Fahrradtechnik. 2. Auflage. Europa-Lehrmittel, 2011, ISBN 978-3-8085-2332-2, S. 191; zitiert aus: Reiseräder, Definition auf fahrradmonteur.de
  2. Rüdiger Bellersheim, Ernst Brust, Michael Gressmann, Dietmar Hertel, Franz Koslar: Tabellenbuch Fahrradtechnik. 2. Auflage. Europa-Lehrmittel, 2011, ISBN 978-3-8085-2332-2, S. 221.