Resorcin

Strukturformel
Allgemeines
Name Resorcin
Andere Namen
  • 1,3-Dihydroxybenzol
  • m-Dihydroxybenzol
  • Benzen-1,3-diol
  • Resorcinol
  • RESORCINOL (INCI)
Summenformel C6H6O2
Kurzbeschreibung

farbloser, bei Einwirkung von Luft oder Licht pinker, bittersüß schmeckender Feststoff mit schwachem, charakteristischem Geruch

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 108-46-3
EG-Nummer 203-585-2
ECHA-InfoCard 100.003.260
PubChem 5054
ChemSpider 4878
DrugBank DB11085
Wikidata Q408865
Arzneistoffangaben
ATC-Code

D10AX02

Eigenschaften
Molare Masse 110,11 mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,28 g·cm−3

Schmelzpunkt

110,7 °C

Siedepunkt

277 °C

Dampfdruck

1 Pa (20 °C)

pKS-Wert
  • pKs1 = 9,48
  • pKs2 = 12,08
Löslichkeit
Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP), ggf. erweitert

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302315317318370371410
P: 273280301+312302+352305+351+338308+311
MAK
  • noch nicht eingestuft
  • Schweiz: 10 ml·m−3
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).

Resorcin (1,3-Dihydroxybenzol, 1,3-Benzoldiol) leitet sich formal vom Benzol ab. Der Benzolkern trägt zwei Hydroxygruppen in meta-Stellung. Es gehört zur Stoffgruppe der Phenole (Diphenole) und ist isomer zu Brenzcatechin (1,2-Dihydroxybenzol) und Hydrochinon (1,4-Dihydroxybenzol).

Resorcin bildet einen farblosen, bei Einwirkung von Luft oder Licht pinken, bittersüß schmeckenden Feststoff mit schwachem, charakteristischem Geruch. Es kommt natürlich im Holz der Roteiche vor. Verwendet wird Resorcin zur Herstellung von Farbstoffen und Kunststoffen, in der Reifenherstellung und in der Dermatologie.

  1. Eintrag zu RESORCINOL in der CosIng-Datenbank der EU-Kommission, abgerufen am 19. Januar 2022.
  2. 1 2 3 Eintrag zu Resorcin. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 3. März 2014.
  3. Patty's Toxicology, 6 Volume Set. Band 1. John Wiley & Sons, 31. Juli 2012, S. 254255 (englisch).
  4. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Eintrag zu Resorcin in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 3. Januar 2023. (JavaScript erforderlich)
  5. 1 2 CRC Handbook of Tables for Organic Compound Identification, Third Edition, 1984, ISBN 0-8493-0303-6.
  6. Eintrag zu Resorcinol in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. Februar 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  7. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva): Grenzwerte – Aktuelle MAK- und BAT-Werte (Suche nach 108-46-3 bzw. Resorcin), abgerufen am 2. November 2015.