Retinol-bindende Proteine
Retinol-bindende Proteine (RBP) sind Transportproteine im Blutplasma und im Zytosol von Wirbeltierzellen. Sie binden an freies Vitamin A (Retinol, Retinal, Retinsäuren) und verhindern so unkontrollierte Wirkungen dieser Moleküle. Außerdem erleichtern sie den Transport der lipophilen Moleküle durch das lipophobe Zellinnere und das Blut. Beim Menschen gibt es mindestens vier RBPs und zwei Proteine, die spezifisch für Retinsäure sind (CRABP). Mutationen im RBP4-Gen können zu RBP-Mangel mit den Symptomen einer Vitamin-A-Hypovitaminose führen.
Alle RBPs bestehen aus etwa 135 Aminosäuren, wobei CRBP I und II zu 56 % sequenzidentisch sind. Die vier Proteine haben unterschiedliche Aufgaben und sind daher auch in den verschiedenen Körperzellen unterschiedlich verbreitet. RBPs sind eng mit den Lipocalinen verwandt.
- ↑ Blomhoff R, Green MH, Berg T, Norum KR: Transport and storage of vitamin A. In: Science. 250. Jahrgang, Nr. 4979, Oktober 1990, S. 399–404, PMID 2218545. Vorlage:Cite journal: Der Parameter language wurde bei wahrscheinlich fremdsprachiger Quelle nicht angegeben.
- ↑ Retinol-bindende Proteine. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
- ↑ Napoli JL: Retinoic acid biosynthesis and metabolism. In: FASEB J. 10. Jahrgang, Nr. 9, Juli 1996, S. 993–1001, PMID 8801182. Vorlage:Cite journal: Der Parameter language wurde bei wahrscheinlich fremdsprachiger Quelle nicht angegeben.