Revolvierender Kredit
Revolvierender Kredit (Revolving Credit Facility; englisch to revolve, „umschlagen“) ist im Bankwesen die Bezeichnung für Kredite, die vom Kreditnehmer bis zur maximalen Höhe einer Kreditlinie innerhalb der Kreditlaufzeit in wechselnder Höhe wiederholt in Anspruch genommen werden können, auch wenn zwischenzeitlich ganze oder teilweise Tilgungen erfolgt sind.
Das klassische Darlehen ist dadurch gekennzeichnet, dass es durch planmäßige Tilgung (Ratenkredit, Annuitätendarlehen oder endfälliges Darlehen) vom Kreditnehmer endgültig nach einem bestimmten Tilgungsplan zurückgezahlt wird. Es gibt aber auch Kreditarten, bei denen eine zwischenzeitliche Rückzahlung nicht zur dauerhaften Tilgung führt. Hierzu gehören im Rahmen der Geldleihe der Kontokorrentkredit, Dispositionskredit und Rahmenkredite. Zu Letzteren gehört der Avalkredit, eine Kreditleihe, bei der die Bank durch Bürgschaft/Garantie ihren Namen zur Verfügung stellt. Der revolvierende Kredit ähnelt dem deutschen Kontokorrent- und Dispokredit mit der Ausnahme, dass beim revolvierenden Kredit keine Guthaben zulässig sind. Im internationalen Kreditverkehr gehören der Roll-over-Kredit und der Stand-by-Kredit zum revolvierenden Kredit.