Rittersaal (Berliner Schloss)
Der Rittersaal war eine der bedeutendsten Paradekammern des Berliner Schlosses. Er wurde im Zuge des großen Schlossumbaus im Auftrag des preußischen Königs Friedrich I. nach Plänen von Andreas Schlüter entworfen und von 1699 bis 1702 erbaut. Namensgeber des Saals waren die Ritter des Schwarzen Adlerordens, der am Vorabend der Krönung von Friedrich I. gestiftet wurde.
Der Saal bildete das Zentrum der Paradezimmer im zweiten Obergeschoss des Schlosses und war zugleich ihr baukünstlerischer Höhepunkt. Eine reichhaltige Einheit aus Baukunst, Bauplastik und Malerei bildend, diente er als königlicher Thron- und Festsaal.
Im Zweiten Weltkrieg beschädigt, wurde der Rittersaal 1950 mit der Sprengung des Schlosses endgültig zerstört. Der Saal ist durch das Historische Farbdiaarchiv detailliert dokumentiert. Im wiederaufgebauten Schloss befindet sich an ursprünglicher Stelle ein schlichter Raum mit den originalen Abmessungen des Rittersaals, um eine spätere Rekonstruktion zu ermöglichen.