Zisterzienserkloster Rüde

Zisterzienserkloster Rüde
Erinnerungsstein an das Rüdekloster am Schlossteich von Schloss Glücksburg
Lage Deutschland Deutschland
Schleswig-Holstein
Liegt im Bistum Bistum Schleswig
Koordinaten: 54° 49′ 53,4″ N,  32′ 38,8″ O
Ordnungsnummer
nach Janauschek
502 (DII)
Patrozinium Maria, Michael
Gründungsjahr um 1170 durch Benediktiner
zisterziensisch seit 1191
Jahr der Auflösung/
Aufhebung
1561
Mutterkloster Kloster Esrom
Primarabtei Kloster Clairvaux

Das Zisterzienserkloster Rüde, auch Rus Regis oder Rudekloster (dänisch Ryd Kloster), befand sich von 1210 bis 1582 am Ort der heutigen Stadt Glücksburg an der Flensburger Förde.

Das Kloster ging aus einer Niederlassung von Benediktinern in der Nähe von Schleswig hervor, die vermutlich um 1170 gegründet wurde. Die erste urkundliche Erwähnung steht im Zusammenhang mit ihrer Auflösung 1191/92. Damals gründete Bischof Waldemar das Kloster in Guldholm neu und unterstellte es der Zisterzienserregel. Diese Gründung hatte nur kurzen Bestand, denn schon 1210 siedelte der Konvent nach Glücksburg um. Die dort errichtete Klosteranlage mit einer großen Kirche ist nicht erhalten und auch die meisten Urkunden aus den über dreihundert Jahren der Klosterzeit sind verloren.

Auch nachdem das Kloster im Zuge der Reformation 1541 evangelisch geworden war, lebten dort bis spätestens 1561 Mönche. Danach diente die Kirche bis 1582 als Pfarrkirche des Kirchspiels Munkbrarup, ehe Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg sie zusammen mit den übrigen Gebäuden abtragen ließ. Aus den Steinen wurde Schloss Glücksburg errichtet. Die Fundamente versanken im aufgestauten Schlossteich, weshalb das Aussehen der Gebäude nur teilweise rekonstruiert werden kann.