Südfränkische Dialekte
| Südfränkisch | ||
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Gesprochen in |
Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Elsass | |
| Linguistische Klassifikation |
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Südfränkisch oder Südrheinfränkisch ist je nach Definition eine ober- oder mitteldeutsche Dialektgruppe, die im Norden des Landes Baden-Württemberg, um Karlsruhe, Heilbronn, Mosbach, in der Südostpfalz in Rheinland-Pfalz und im Outre-Forêt im nördlichen Elsass gesprochen wird.
Umgangssprachlich werden die südfränkischen Dialekte im Norden des ehemaligen Staates Baden, die teilweise starken kurpfälzischen Einflüssen unterliegen, zusammen mit dem Kurpfälzischen auch als „Badisch“ bezeichnet. Speziell um Karlsruhe gibt es auch die Bezeichnung Brigantendeutsch. Die in Nordwürttemberg gesprochenen südfränkischen Dialekte werden hingegen nicht als „Badisch“ bezeichnet, sondern oft falsch als „Schwäbisch“. Die Herausbildung des Dialektraums erfolgte aber viel früher als die erst 1803 gezogene politische Grenze zwischen Baden und Württemberg.
- ↑ Thordis Hennings: Einführung in das Mittelhochdeutsche. 4. Aufl., Berlin/Boston, 2020, S. 7.
- ↑ Peter Ernst: Deutsche Sprachgeschichte. 3. Auflage. Wien 2021, S. 76.
- ↑ Peter von Polenz: Geschichte der deutschen Sprache. 11. Auflage. Überarbeitet von Norbert Richard Wolf, Berlin/Boston, 2020, S. 50 (mit Ostfränkisch und Südfränkisch bei Nordoberdeutsch).
- ↑ Gabriele Graefen, Martina Liedke-Göbel: Germanistische Sprachwissenschaft: Deutsch als Erst-, Zweit- oder Fremdsprache. 3. Auflage. 2020, S. 31: „Die Gruppe der westoberdeutschen Dialekte umfasst verschiedene Dialekte des Alemannischen, die außer in Deutschland auch in der Schweiz gesprochen werden, u.a. Elsässisch und Schwäbisch, sowie das Süd- und Ostfränkische.“
- ↑ Heinz Mettke: Mittelhochdeutsche Grammatik. 8. Auflage. Tübingen 2000, S. 21 (mit der Zuordnung zum Westmitteldeutschen und dem Hinweis, dass andere es auch beim Oberdeutschen einordnen).