SS-Untersturmführer

SS-Untersturmführer (Ustuf), bis zum 14. Oktober 1934 SS-Sturmführer (Dienstgrad, der 1929 eingeführt wurde), war im NS-Staat der niedrigste Führerdienstgrad der Schutzstaffel (SS). Der ursprüngliche Parteidienstgrad der Allgemeinen SS entsprach in der Verfügungstruppe sowie in der Waffen-SS einem Leutnant des Heeres (Wehrmacht). (→ NS-Ranggefüge)

Bis 1945 stellte der Führerdienstgrad „Untersturmführer“ in der Allgemeinen SS allein eine parteiinterne Bezeichnung dar, der keinerlei militärische Bedeutung aufwies. Dagegen hatte sich dieser Dienstgrad in der Waffen-SS gegenüber der Wehrmacht usw. als rein militärischer Begriff mit der Bedeutung „Leutnant“ durchgesetzt. Wie in allen SA-ähnlich strukturierten NS-Organisationen erfolgte die Anrede ohne das jeweilige Präfix.

Bei den Abbildungen werden die Rangabzeichen oder Dienstgradabzeichen gezeigt, die als Schulterstücke und Kragenspiegel, aber auch als Ärmelabzeichen ab 1942 für Tarn- oder Spezialanzüge, getragen wurden. Die Kragenspiegel mit SS-Runen und dem Rangabzeichen wurden an der feldgrauen Uniformjacke der Waffen-SS oder der grauen Feldbluse getragen.

  1. Hilde Kammer, Elisabeth Bartsch, Jugendlexikon Nationalsozialismus, Rangtafel, S. 204–205.
  2. Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte. 1. Auflage. Militärverlag der DDR, Berlin 1985, S. 145 (Dienstgradabzeichen 29/30).