Saal (Architektur)

Als Saal (von althochdeutsch sal, beruhend auf einer Bezeichnung für das germanische Einraumhaus) bezeichnet man in der Architektur einen großen, beheizbaren Raum. Er ist damit von der unbeheizten (Säulen-)Halle zu unterscheiden, aber auch von der kleinen, ebenfalls beheizbaren Stube oder der schlecht bzw. nicht beheizbaren Kammer.

Der Saal ist der Aufnahme einer größeren Personenzahl bestimmt und dient dabei häufig repräsentativen Zwecken. Man findet prunkvolle Säle vor allem in Schlössern, Palästen, Rathäusern und Klöstern. Ein berühmtes Beispiel ist der Spiegelsaal im Schloss Versailles.

  1. Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg.: Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“): ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 473.
  2. Johann Christoph Adelung: Stube, die. In: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart. 2. Auflage. Band 4: Seb–Z. Breitkopf, Leipzig 1801, S. 461–462 (Digitalisat. zeno.org).
  3. Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. 3. Auflage. Kröner, Stuttgart 1999, ISBN 3-520-19403-1 (Kröners Taschenausgabe, Band 194).