Sacajawea

Sacajawea, auch Sacagawea oder Sakakawea (Aussprache: [ˌsækədʒəˈwiːə], der Name bedeutet „Vogelfrau“; * etwa 1788 in Lemhi River Valley, Idaho; † 20. Dezember 1812 in Fort Manuel Lisa, im heutigen South Dakota), war eine Indianerin. Sie begleitete 1805/06 die amerikanische Lewis-und-Clark-Expedition und wird mehrfach in den Tagebüchern der Expeditionsteilnehmer erwähnt. Ihre Beiträge zum Erfolg der Expedition sind Gegenstand der volkstümlichen Literatur.

Das Leben von Sacajawea ist nur aus den Journalen der Expedition und wenigen Erwähnungen in späteren Dokumenten bekannt. Um die belegten Tatsachen wurden Mutmaßungen und Annahmen errichtet, die Sacajawea zu einer zentralen Figur der Expedition und späterer Aktivitäten machten. Ihre Bedeutung wurde für die Anerkennung von Indianern maßgeblich. Mit ihrer Aufwertung im Ansehen wurde diskutiert, dass der nach dieser Auffassung maßgeblich von ihr bestimmte Erfolg der Expedition paradoxerweise zugleich die Ausbreitung der Weißen in den Westen Nordamerikas und damit die Verdrängung, Unterdrückung und Ausrottung der indigenen Bevölkerung befördert habe.

  1. The Legend of Her Name. The Lemhi County Historical Society, abgerufen am 4. Juli 2012 (amerikanisches Englisch, Home page for the birthplace of Sacajawea, Lemhi County, Idaho).
  2. Kris Fresonke; Mark David Spence: Lewis & Clark –. legacies, memories, and new perspectives. University of California Press, Berkeley 2004, ISBN 978-0-520-23822-0 (amerikanisches Englisch, Explores the legacy of Lewis and Clark’s momentous journey and, on the occasion of its bicentennial, considers the impact of their westward expedition on American culture.).
  3. Soweit nicht anders angegeben, beruht die Darstellung von Leben und Rezeption auf: Natalie Shure: How the West was Wrong – The Mystery Of Sacagawea. Buzzfeed, 11. Oktober 2015