Salzgraf

Als Salzgraf (u. a. auch: Salzgrebe, Salzgräfe, Salzgräve) wurde der Inhaber eines Amtes einer Saline bezeichnet. Vor allem in Bayern und Österreich wurde synonym der Begriff Hallgraf verwandt und ist dort meist mit den Hallgrafen in Hall (später Reichenhall, heute: Bad Reichenhall) verbunden. Doch auch die Stadt Regensburg hatte laut ihren Statuten im 13. Jahrhundert das Amt eines Hallgrafen zu vergeben. Darüber hinaus gab es Salzgrafen vor allem in Halle an der Saale, aber etwa auch in Wieliczka, Schöningen und in Bad Sooden-Allendorf, deren berühmtester Vertreter der Salinist Johannes Rhenanus war.

  1. Helmut Schulte: Saline »Allendorf an der Werra« «Fürsten-Soth» – Teil-II, ganz unten siehe Fußnote [4], erstellt 2009, online unter gradierwerk.heimatkunde-bsa.de
  2. Urbarium antiquissimum ducatus Baiuwariae, abgedruckt bei Maximilian Prokop von Freyberg: Sammlung historischer Schriften und Urkunden, geschöpft aus Handschriften. Band 5, Stuttgart 1836, S. 154 (Digitalisat).
  3. Claudia Märtl, Jörg Leuschner, Karl Heinrich Kaufhold: Die Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Braunschweigischen Landes vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Band 2: Frühneuzeit. Olms, Hildesheim 2008, S. 399.
  4. Zur Bezeichnung Salinisten siehe Austria-Forum, online unter austria-forum.org
  5. Hans-Henning Walter: Das deutsche Salinenwesen im 16. Jahrhundert. Reiseberichte des Allendorfer Salzgräfen Johannes Rhenanus (um 1528–1589). Bergakademie Freiberg, Freiberg 1989.