Santa Cruz de Nuca
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Santa Cruz de Nuca | |
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Rekonstruktion von Fort San Miguel und Santa Cruz de Nuca | |
| Aktiv | 1789 bis 1795 |
| Staat | Spanisches Kolonialreich |
| Typ | Kolonial-Fort |
| Standort | Yuquot, British Columbia, Kanada |
| Führung | |
| Kommandeur | Pedro de Alberni |
Koordinaten: 49° 35′ 38,4″ N, 126° 37′ 12″ W
Santa Cruz de Nuca (oder Nutca) war ein spanisches Kolonial-Fort und eine Siedlung. Es war die erste europäische Kolonie in der heutigen kanadischen Provinz British Columbia. Die Siedlung wurde 1789 auf Vancouver Island gegründet und bereits 1795 wieder verlassen. Sie stellte mit ihrer Position im „hohen Norden“ die „Hochwassermarke“ der bestätigten spanischen Siedlungen an der Westküste Nordamerikas dar. Die Kolonie wurde mit dem Ziel der Spanier gegründet, die gesamte Westküste des Kontinents von Alaska aus südwärts für die spanische Krone zu sichern.
Bedingt durch die Anwesenheit und Aktivität mehrerer britischer Schiffe für den Pelzhandel im Pazifik und die russische Kolonisation von Alaska weiter im Norden scheiterte der spanische Versuch eines so substanziellen Besitz- und Eroberungsanspruchs an der amerikanischen Westküste. Die Kolonie wurde kurzfristig zwischen Oktober 1789 und April 1790 verlassen. Endgültig aufgegeben wurde sie 1795 infolge der Besiedlung und der Unterzeichnung der Nootka-Abkommen. Die endgültige Aufgabe des Gebietes führte dazu, dass die spanischen Missionen in der San Francisco Bay Area die nördlichsten spanischen Siedlungen im Westen Nordamerikas blieben.
Die Nootka-Abkommen lösten die früheren bewaffneten internationalen Konflikte einschließlich der Nootka-Krise, welche rund um die Kolonie geführt wurden, und die beinahe zu einem Krieg zwischen dem Vereinigten Königreich und Spanien führten. Die Kolonie wurde durch das benachbarte Fort San Miguel geschützt. Santa Cruz de Nuca war die einzige bestätigte spanische Kolonie im heutigen Kanada. Einige frühere spanische Karten behaupteten die Existenz weiterer spanischer Siedlungen in diesem Gebiet. Aber diese spanischen Geister-Siedlungen schienen eher „politische Fiktionen“ zu sein, von spanischen Kartographen erzeugt, um andere Nationen vom Versuch einer Expansion abzuhalten.
- ↑ John Eric Vining: The trans-Appalachian wars, 1790–1818 : pathways to America's first empire. Trafford Pub, 2009, ISBN 978-1-4269-2341-8, S. 143 (englisch, google.com [abgerufen am 11. November 2010]).
- ↑ Jean Barman: The West beyond the West: a history of British Columbia. University of Toronto Press, 1996, ISBN 0-8020-7185-6, S. 22–26 (englisch, google.com [abgerufen am 12. April 2010]).
- ↑ María Luisa Rodríguez Sala: De San Blas Hasta la Alta California: Los Viajes y Diarios de Juan Joseph Pérez Hernández. Universidad Autónoma de México, 2006, ISBN 978-970-32-3474-5, S. 35 (spanisch, google.com [abgerufen am 12. April 2010]).