Schatrandsch

Schatrandsch oder Shatranj (persisch شطرنج, DMG Šaṭranǧ) gilt als der iranische Vorläufer des modernen europäischen Schachspiels und als Nachfolger des indischen Ur-Schachs Chaturanga. Schatrandsch ist auch der persische und arabische Name des modernen Schachspiels.

Schatrandsch war in der persischen und arabischen Welt ab dem siebten Jahrhundert sehr populär. Es sind viele Schachkompositionen überliefert, die beim Schatrandsch als Mansuben bezeichnet werden.

Bei Schatrandsch weisen die Gangarten der Figuren noch erhebliche Unterschiede zum modernen Schachspiel auf. Sie entsprechen mit Ausnahme des Alfil denen des Chaturanga. In dieser Form gelangte das Schachspiel im 10. oder 11. Jahrhundert auch nach Europa, wo es ebenfalls weite Verbreitung fand, bis sich daraus gegen Ende des 15. Jahrhunderts das heutige Schach mit Läufern und Dame und Bauerndoppelschritt entwickelte.

  1. Gerhard Josten: Auf der Seidenstraße zur Quelle des Schachs. Diplomica Verlag, 2014, ISBN 978-3-8428-9219-4 (google.de [abgerufen am 3. Juli 2025]).
  2. Milon Gupta: Die sieben Erfolgsprinzipien der Schachmeister. Springer-Verlag, 2016, ISBN 978-3-658-11452-7 (google.de [abgerufen am 3. Juli 2025]).
  3. Alfons X. (der Weise, Kastilien-Léon König): Das Buch der Spiele. LIT Verlag Münster, 2009, ISBN 978-3-643-50011-3 (google.de [abgerufen am 3. Juli 2025]).
  4. "Shatranj" - Das Schach der Kalifen. In: Deutscher Schachbund. 20. Oktober 2016, abgerufen am 3. Juli 2025.