Schieferpark Lehesten
Der Thüringische Schieferpark Lehesten ist als historischer Schiefertagebau mit all seinen einmaligen Funktionsgebäuden heute ein technisches Denkmal in der Berg- und Schieferstadt Lehesten im thüringischen Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Auf dem Areal des Schieferparks befindet sich auch ein gleichnamiges Tagungs- und Seminarzentrum. Das etwa 105 ha große Areal liegt an der Thüringisch-Fränkischen Schieferstraße südlich von Lehesten unweit der Grenze zu Bayern im Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale. Der Schiefer wurde bereits im 13. Jahrhundert abgebaut, später in kleinen Brüchen gewonnen und mündete im Laufe der Zeit zu einem der ehemals größten Schiefertagebaue des europäischen Festlandes.
Der Graphiker Paul Burghardt holte sich für seine Arbeit als Schieferstecher Schieferplatten aus dem Steinbruch. In der Zeit der DDR arbeitete er auch künstlerisch im Schieferbruch und fertigte Holzschnitte, farbige Zeichnungen und Aquarelle von der Landschaft und den Arbeitern.
Ab 1975 wurde ausschließlich unter Tage abgebaut.