Schlacht von Azincourt

Koordinaten: 50° 27′ 49″ N,  8′ 30″ O

Schlacht von Azincourt
Teil von: Hundertjähriger Krieg

Zeitgenössische Darstellung (Enguerrand de Monstrelet)
Datum 25. Oktober 1415
Ort Etwa auf halbem Weg zwischen Abbeville und Calais in Nordfrankreich; Azincourt (früher Agincourt), Frankreich
Ausgang Englischer Sieg
Konfliktparteien

Königreich England

Königreich Frankreich

Befehlshaber

Heinrich V.
Edward Herzog von York
Thomas de Camoys
Thomas Erpingham

Charles d’Albret
Jean Le Maingre
Charles de Valois
Johann I. von Valois
Jean I. de Bourbon

Truppenstärke

zwischen 6.000 und 9.000 Engländer und Waliser

zwischen 14.000 und 36.000 Franzosen

Verluste

ca. 400 Gefallene, darunter der Herzog von York

rund 8.000 Gefallene, darunter der Connétable (Oberbefehlshaber) von Frankreich, drei Herzöge, 90 Edelleute und über 1.500 Ritter

Ziele: Französischer Versuch, die englische Invasion aufzuhalten und die Engländer auf dem Weg nach Calais zu vernichten

Die Schlacht von Azincourt (französisch Bataille d’Azincourt, englisch Battle of Agincourt) fand am 25. Oktober 1415, am Tag des Heiligen Crispinian, bei Arras im heutigen nordfranzösischen Département Pas-de-Calais statt. Die Truppen von König Heinrich V. von England kämpften gegen das Heer König Karls VI. von Frankreich, verschiedener französischer Edelherren und der Armagnacs. Es war einer der größten militärischen Siege der Engländer über die Franzosen während des Hundertjährigen Kriegs.

Die militärische Niederlage Frankreichs war so nachhaltig, dass Heinrich V. 1420 Frankreich den Vertrag von Troyes aufzwingen konnte, der ihm durch die Heirat der französischen Königstochter Katharina von Valois den Anspruch auf den französischen Thron zusicherte.

Lange Zeit wurde angenommen, dass das englisch-walisische Heer dem französischen zahlenmäßig weit unterlegen war. Neuere Forschungen, unter anderem auf Basis der dokumentierten Soldzahlungen, kommen zu der Annahme, dass das französische Heer dem englisch-walisischen Heer lediglich mit einem Kräfteverhältnis von 3:2 überlegen war.

  1. Hans Delbrück: Geschichte der Kriegskunst. Das Mittelalter. Nikol 2000, S. 533–543.
  2. Siehe beispielsweise Curry (2005).